Der Mann hat eine eigenartige Logik. Er könne nicht verstehen, dass es wegen des Eingreifens Russlands zugunsten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad nicht schon seit langem Demonstrationen vor der russischen Botschaft in Berlin gebe, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Volker Kauder. Das berichten Teilnehmer der Sitzung der Unionsfraktion. Und Kauder (CDU) legte nach: „Das ist nicht in Ordnung.“ Demnach habe Kauder die rhetorische Frage gestellt, was wohl vor der US-Botschaft in der Hauptstadt los wäre, wenn den USA etwas Vergleichbares wie Putin in Syrien zur Last gelegt werden könne.

Westliche Systemmedien werfen Russland Menschenrechtsverletzungen vor. Tatsächlich aber hilft Moskau mit, den Ostteil der syrischen Stadt Aleppo von Islamisten zu befreien. „Die Hälfte des Territoriums in Teilen von Ost-Aleppo, die in den vergangenen Jahren von militanten Kämpfern besetzt wurden, wurden befreit“, teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, mit.

Nicht ins Bild von den angeblich „guten Rebellen“ und dem „bösen Assad-Regime“ passt die Tatsache, dass nach Angaben von Jens Laerke, einem Sprecher der UNO, rund 10.000 Zivilisten aus Ost-Aleppo in den von der syrischen Regierung kontrollierten Westteil der einstigen Wirtschaftsmetropole flüchten. Insgesamt konnten mit den Erfolgen gegen die Islamisten etwa 80.000 Syrer befreit werden, die nun endlich wieder Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung erhalten. Zuvor waren sie, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, von den „Rebellen“ als menschliche Schutzschilde missbraucht worden.

 

[Text: B. T.; Bild: Tobias Koch/wikimedia.org]