Legitime Selbstverteidigung sieht anders aus. Nach einem Bericht des UNO-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) sind 2014 beim Konflikt mit Israel so viele Palästinenser getötet wie in keinem anderen Jahr seit 1967. Grund ist der Gaza-Krieg im Sommer des Vorjahres. Dabei wurden laut dem OCHA-Bericht mehr als 2.200 Palästinenser von Israel getötet, darunter 1.492 Zivilisten. Besonders tragisch ist, dass auch 513 Kinder den Tod fanden. Auf der anderen Seite starben 71 Israelis, von denen 66 Soldaten waren.

Der Bericht spricht deshalb von der „schlimmsten Eskalation der Feindseligkeiten“ seit dem Sechs-Tage-Krieg von 1967. Beide Seiten, und somit auch Israel als „einzige Demokratie im Nahen Osten“ werden aufgerufen, gemäß dem Völkerrecht Zivilisten zu schützen: „Alle Parteien in dem Konflikt müssen ihre rechtlichen Verpflichtungen erfüllen und die Kampfhandlungen in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht ausführen, um den Schutz aller Zivilisten zu gewährleisten.“

Bei den tagelangen Bombardements durch die israelische Luftwaffe kam es auch zu schweren Zerstörungen im Gazastreifen. Nach Angaben von OCHA wurden dabei eine halbe Million Palästinenser obdachlos.

 

B. T.

 

 

(Bild: Muhammad Sabah/wikimedia.org)