Die Außenminister Russlands, des Iran und der Türkei wollen nun gemeinsam an einer Lösung des nun bald schon sechs Jahre dauernden Bürgerkriegs in Syrien arbeiten. Die trilaterale Zusammenarbeit sei der „beste Weg zur Lösung der Syrien-Krise“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow. Tatsächlich scheinen die drei Länder bereits seit einiger Zeit hinter den Kulissen zusammenzuarbeiten, wie Lawrow andeutete: „Russland, der Iran und die Türkei haben kürzlich koordinierte Schritte unternommen, die eine sichere Evakuierung der Mehrheit der Zivilbevölkerung in Ostaleppo mit Unterstützung des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes und der Weltgesundheitsorganisation erlaubt haben.“

Ziel ist eine dauerhafte Waffenruhe für Syrien. Wie Lawrow erklärte, arbeiten Moskau, Ankara und Teheran an einem Dokument zur Verbesserung der Lage in Syrien. Dabei gehe es, so der russische Außenminister, vor allem darum, „den politischen Prozess zur Beendigung des syrischen Konflikts wiederzubeleben“. Denn laut Lawrow stimmen Russland, die Türkei und der Iran „überein, dass es keine militärische Lösung geben kann“.

Der Zeitpunkt der trilateralen Initiative kommt nicht von ungefähr: In rund einem Monat wird Donald Trump als neuer US-Präsident vereidigt, und Trump ließ im Wahlkampf anklingen, er wolle, anders als der scheidende Amtsinhaber Obama, mit Russland an einer Beendigung des Syrien-Konflikts arbeiten. Allerdings gibt in den USA und deren Verbündeter wie Saudi-Arabien und Israel auch einflussreiche Kräfte, die den Status quo in Syrien unbedingt aufrechterhalten wollen. Das könnte auch das eigentliche Motiv für die Ermordung des russischen Botschafters in der Türkei gewesen sein.

[Text: B.T. Bild: : wikimedia.org Christiaan Triebert]