Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnete eine Urkunde, der zufolge dem Ehepaar Beate und Serge Klarsfeld das „Verdienstkreuz I. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ – das ist einer der höchsten Orden, den es in der BRD gibt – verliehen wird. Aus dem Präsidialamt heißt es, die Auszeichnung erfolge aufgrund der „geleisteten Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen“ sowie des „Einsatzes gegen Antisemitismus und politische Unterdrückung“.

Die heute 76-jährige Beate Klarsfeld ist eine selbsternannte „Nazi-Jägerin“, die große Bekanntheit erlangte, als sie sich am 7. November 1968 Zutritt zum CDU-Bundesparteitag in der West-Belriner Kongresshalle verschaffte und den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger ohrfeigte. Kiesingers „Verbrechen“: Er war, wie viele andere seiner Zeitgenossen auch, Mitglied der NSDAP gewesen. Bei der Bundestagswahl 2013 wurde Klarsfeld übrigens auf der Wahlparty der Partei „Die Linke“, das ist die Nachfolgepartei der SED-Kommunisten, gesehen.

In den 1980er Jahren erlangte Klarsfeld, die vom linken Zeitgeist als eine Hohepriesterin der politischen Korrektheit angebetet wird, auch in Österreich Bekanntheit. 1986 beteiligte sie sich federführend an der internationalen Kampagne gegen den späteren Bundespräsidenten Kurt Waldheim.

 

 

Bildrechte: DerHexer, Wikimedia Commons