Als Zeichen einer zutiefst dekadenten und kranken Gesellschaft, muss man jene Homepage (https://www.familyship.org/) ansehen, bei der in unterschiedlichster Konstellation Menschen, Partner- und vor allem Kinderwünsche erfüllen können. Hier geht es nicht um herkömmliche Partnervermittlung, die ja durchaus ihre Berechtigung hat, sondern darum, dass ganz seltsame scheinfamiliäre Verhältnisse, die zum Schaden des Kindes führen können, vermittelt werden.

PLATTFORM FÜR CO-PARENTING nennt sich das dann. Die Eigendefinition liest sich so: „Kinderwunsch? Bei Familyship kannst du mit Menschen in Kontakt kommen, die auf freundschaftlicher Basis eine Familie gründen“. Ist zwar gegen die Varianten „Aktive Mutter: Hier findest du Frauen, die auf der Suche nach einem Mann sind, der mit ihnen eine Familie gründet“ oder „Aktiver Vater: Auf Familyship sind Menschen registriert, die den Wunsch haben eine Familie zu gründen und aktiv Vater zu sein.“ nichts zu sagen, wird es aber sehr wohl bedenklich bei Varianten wie: „Passive Mutter: Zugegebenermaßen ist es selten, aber einige unserer Nutzerinnen möchten für ihr Kind nur eine Tantenfunktion einnehmen.“ Abgesehen davon, dass dies sehr stark am Paragraphen 92 StGB dem Quälen oder Vernachlässigen unmündiger Personen vorbeischrammt, ist ganz generell die Frage zu stellen, welche Menschen hier unterstützt werden. Primär sollte wohl das Wohl der Kinder im Mittelpunkt stehen und nicht der egoistische Wunsch nach erfolgreicher Paarung.

Denn auch diese Möglichkeit wird beworben: „Du findest Frauen, die auf der Suche nach einem Mann sind, der mit ihnen eine Familie gründet – ganz ohne Beziehung“. Echt toll, ob das für das Kind gut ist und ob sich das Kind so etwas wünscht, ist hier vollkommen ohne Belang. Rein die Befriedigung egoistischer Ziele steht im Mittelpunk. „Die Idee für Familyship kam …vor drei Jahren. Wir waren damals ein lesbisches Paar mit Kinderwunsch. Die Suche nach einem Vater für unser Kind brachte Familyship hervor.“ Das ist jene „schöne neue Welt“, die sich vor allem so manche militante Schwule und Lesben wünschen und welcher das politisch korrekte Establishment hörig ist.

 

 

Text: H. W.
Bild: Gustave Courbet/wikimedia.org