Noch bevor der Wahlkampf in die Gänge kam, dominierte mitten im Sommer die Kampagne gegen den freiheitlichen Außenpolitiksprecher Johannes Hübner die Schlagzeilen. Über ein lachsrosafarbenes Blatt, dass rein zufällig gute Beziehungen zur SPÖ hat, wurden ein paar flapsige Bemerkungen Hübners über Hans Kelsen, den Schöpfer der heimischen Verfassung bekannt, die der FPÖ-Politiker vor über einem Jahr getätigt hatte.

Nun deutet immer mehr darauf hin, dass die Anti-Hübner-Kampagne ein Teil des „Dirty campaignings“ des SPÖ-Beraters Tal Silberstein war. Jedenfalls trennten sich die Genossen erst im Juli, nachdem Hübner seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur für den Nationalrat bekannt gegeben hatte, von Silberstein, gegen den in seiner Heimat Israel Korruptionsermittlungen laufen. Zu diesem Zeitpunkt war ein Ziel des roten „Dirty campaignings“, nämlich die Freiheitlichen anzupatzen, längst erreicht.

Nachdem jetzt immer mehr Vorwürfe im Hinblick auf die SPÖ und ihren ehemaligen Berater Silberstein bekannt werden, ist es höchst an der Zeit, Hübner zu rehabilitieren.

 

[Text: A. M.; Bild: Parlamentsdirektion / Bildagentur Zolles KG / Christian Hofer]