Durch die zumindest seit 2.6.2014 auf der Website www.zurzeit.at erschienene Veröffentlichung mit der Überschrift „Die Märchentante vom „Standard““ und dem weiteren Inhalt, die Journalistin Colette M. Schmidt versuche, die soziale Existenz unbescholtener Bürger, die sie für „rechts“ halte, zu vernichten, wobei ihr offenbar alle Mittel recht seien, ganz gleich, ob ihre Informationen der Wahrheit entsprächen, Schmidt sei eine Patchwork-„Mutter“, wodurch suggeriert wurde, sie komme ihren Verpflichtungen als Mutter nicht ausreichend nach, wurde in Bezug auf Colette M. Schmidt der objektive Tatbestand der üblen Nachrede hergestellt (§ 6 Abs 1 MedienG). Für die dadurch erlittene Kränkung wurde die W3 VerlagsgesmbH als Medieninhaberin zur Zahlung einer Entschädigung an die Antragsstellerin verurteilt.

Landesgericht für Strafsachen Wien
Abt. 113 Hv, am 9. September 2014