Bislang ist Spanien, was erfolgreiche nationalkonservative und patriotische Parteien betrifft, ein weißer Fleck auf der Landkarte. Aber das beginnt sich nun zu ändern. Bei der Regionalwahl am Sonntag in Andalusien erreichte die neue nationalkonservative Partei Vox, die erst 2013 von früheren Mitgliedern der konservativen Partiudo Popular (PP) gegründet worden war, zwölf der insgesamt 109 Mandate. Die Sozialisten (PSOE) verloren in ihrer ehemaligen Hochburg zehn Sitze und kommen auf nunmehr 33 Mandate.

Vox – lateinisch für „Stimme“ – könnte schon bald den nächsten Erfolg erzielen, und zwar landesweit. In Madrid deutet vieles auf ein Scheitern der sozialistischen Minderheitsregierung von Premier Pedro Sanchez und vorgezogene Neuwahlen hin. Und in Umfragen liegt Vox bei fünf Prozent. Damit würde die neue Partei die für den Einzug in die Cortes, das spanische Parlament, notwenige Dreiprozenthürde locker überspringen.

Vox tritt für einen starken spanischen Zentralstaat ein sowie für eine konsequente Asyl- und Einwanderungspolitik. Unter anderem fordern die Nationalkonservativen die Abschiebung illegaler Migranten und gesellschaftspolitisch ein Ende der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Contando Estrelas; Lizenz: CC BY-SA 2.0]