Anfang der 2000er Jahre, als der US-Präsident George W. Bush hieß, war Ari Fleischer oft im Fernsehen zu sehen. Kein Wunder, war es doch die Aufgabe des damaligen Sprechers des Weißen Hauses, die Lüge von den angeblichen Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein zu verbreiten, damit Washington den Vorwand für einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Irak hat. Das Ergebnis ist bekannt: Der Irak ist bis heute kein „Leuchtturm der Demokratie“, die politische Lage instabil und die wirtschaftliche prekär, was viele Iraker zur Auswanderung nach Europa veranlasst.

Aber trotz des Irak-Desasters der USA ist Ari Fleischer nicht die Lust am Zündeln vergangen. Gegenüber dem konservativen Sender „Fox News“ sprach er sich ausdrücklich für einen „Regimewechsel“ in Teheran aus und behauptete allen Ernstes, ein instabiler Iran wäre gut für den Frieden: „Je mehr wir helfen können, dass der Iran instabil wird, desto besser ist es tatsächlich den Frieden zu sichern, wenn wir eines Tages das theokratische System loswerden oder wenn es das iranische Volk selbst loswerden kann.“

Entgegen den Hirngespinsten Fleischers und anderer neokonservativen Kriegshetzer in Washington würde politische Instabilität, wenn nicht sogar Chaos, unzählige Iraner zur Auswanderung bewegen. Und das Hauptziel wären nicht die USA, sondern Europa.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia.org/USGov; Lizenz: US GOV Public Domain]