Die USA vergrößern ihren Einfluss auf die Ukraine. Sie ernannten General John Abizaid, einen früheren Kommandanten des für Länder des Nahen Ostens, Ostafrikas und Zentralasiens zuständigen US Central Command zu einem Berater hochrangiger ukrainischer Militärs. General Abizaids Aufgabe wird es nun sein, wie US-Verteidigungsminister Ashton Carter laut „Washington Examiner“ sagte, „Verteidigungsminister Poltorak und andere hochrangige ukrainische Militärvertreter zu beraten, damit es die Ukraine schafft, die Reformen umzusetzen, die erforderlich sind, damit die Streitkräfte auf eine Linie mit westlichen Prinzipien und Standards gebracht werden“.

Abizaids Ernennung ist Teil eines neuen Abkommens, das Washington und Kiew abgeschlossen haben. Dabei geht es im Wesentlichen darum, die Weichenstellungen für einen NATO-Beitritt der Ukraine vorzunehmen, was natürlich eine weitere Provokation gegenüber Russland ist. Insbesondere sollen die militärischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern enger werden und die ukrainische Armee an NATO-Standards herangeführt werden.

John Abizaid ist nicht irgendein x-beliebiger US-General. Der Sohn eines christlichen Libanesen und einer US-amerikanischen Mutter führte 1999, beim völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien, die ersten US-Bodentruppen in die südserbische Provinz Kosovo. Im März 2003 diente Abizaid bei der „Operation Iraqi Freedom“, wie die Vereinigten Staaten ihren völkerrechtswidrigen Überfall auf den Irak bezeichnen, als stellvertretender Kommandant der sogenannten Koalitionstruppen. Zudem ist er Mitglied der einflussreichen Denkfabrik „Council on Foreign Relations“, die auch als „Gehirn der amerikanischen Außenpolitik“ bezeichnet wird.

 

[Text: B. T.; Bild: United States Army/wikimedia.org]