Schon im April hat der syrisch-orthodoxe Bischof in der Schweiz Dionisos Isa Gürbüz Europa gewarnt: „Was heute Tausende von Terrorgruppen von IS, Taliban oder al-Qaida anrichten, ist die Verlängerung des Genozids von 1915“. Damals kamen fast zwei Millionen Christen im osmanischen Reich ums Leben und Millionen mussten zwangsweise zum Islam konvertieren.

Weiter sagte der Bischof: „Was uns heute widerfährt, hat vor 1.300 Jahren begonnen.“ Im 7. Jahrhundert habe der Völkermord an den Christen begonnen, damals im Dunkeln, heute im Scheinwerferlicht der modernen Massenmedien. Es sei naiv zu glauben, sagt Gürbüz, dass sich die Millionen von Flüchtlingen, die nach Europa kommen, alle anpassen und mit den Christen, also den Europäern, friedlich zusammenleben würden. Unter den Flüchtlingen gebe es bekanntlich auch Terroristen, außerdem fragte der Bischof: „Warum nehmen die Golfstaaten, die Emirate und Katar keine Flüchtlinge auf?“ Er meint, es sei das Ziel dieser Staaten, Europa durch die Massenzuwanderung dem Islam zu unterwerfen. Die kinderreichen Moslems werden schnell anwachsen, diese werden dann die Macht übernehmen und das Christentum in Europa vernichten, glaubt Bischof Gürbüz. „Was heute im Nahen Osten geschieht, wird auch hier in Europa passieren“, warnt er. Ihn habe die 1.300 Jahre lange Geschichte der Verfolgung gelehrt, den Moslems nicht zu trauen. Tatsächlich ist nämlich das Märchen des ach so toleranten Islam im Gegensatz zum intoleranten Christentum, eines der vielen Geschichtsmärchen, das im Zuge der Geschichtsverfälschung durch die 68er, Verbreitung gefunden hat.

So wie die meisten christlichen Bischöfe – und Patriarchen des Nahen Ostens – kann sich Isa Gürbüz ein zukünftiges Syriens ohne Assad kaum vorstellen. Vor Ausbruch des Krieges war Syrien das einzige Land dieses Raumes, in dem Christen ohne Anfeindungen leben konnten. „Würde Assad beseitigt, könnte das Gleiche passieren wie im Irak, wo nach dem Sturz Saddam Husseins … islamistische Gruppen das Zepter übernahmen.“ Der Arabische Frühling, wie er vom Westen glorifiziert wird, ist für den Bischof Gürbüz nur ein Intermezzo. Weil der Islam letztlich keine Demokratie akzeptiert, sondern „die Scharia durchsetzen will.“



[Text: H. W.; Bild: ZZ-Archiv]