In Frankreich ist die Empörung groß. Ausgerechnet im Pariser Vergnügungsetablissement Bataclan, wo Islamisten am 13. November 2015 bei einem Terroranschlag 90 Menschen ermordet hatten, soll der Rapper Medine auftreten. Medine Zaouiche, wie der Sohn algerischer Einwanderer mit vollem Namen heißt, brachte 2005 ein Album mit dem vielsagenden Titel „Dschihad“ heraus.

Zudem finden sich in den Liedtexten Passagen, die an der Einstellung des Mohammedaners kaum einen Zweifel übrig lassen. In seinem Lied „Don’t Laik“ heißt es: „Lass uns die Säkularisten kreuzigen wie auf Golgotha“. Zudem will Medine – der Name ist die französische Form der saudischen und den Moslems heiligen Stadt Medina – „diesen Idioten“, gemeint sind die Säkularisten, Fatwas, das sind islamische Rechtsgutachten, „auf die Köpfe geben“.

Unter den zahlreichen Kritikern am geplanten Auftritt Medines in der Bataclan-Konzerthatte befinden sich auch hochrangige Politiker. Laurent Wauquiez, der Führer der Republikaner, der größten Oppositionspartei, bezeichnet die beiden geplanten Konzerte Medines als „Sakrileg für die Opfer“ sowie als „Schande für Frankreich“. Und Marine Le Pen, die Vorsitzende des kürzlich in Rassemblement National umbenannten Front National, ließ auf Twitter wissen: „Kein Franzose kann akzeptieren, dass dieser Kerl seinen Schmutz auf der Stelle des Bataclan ausgießt“.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia.org/MonsieurNas Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported ]