22 Todesopfer und 50 Verletzte forderte ein Selbstmordanschlag in einer Konzerthalle in Manchester in Nordengland. Obwohl die Tatausführung – der feige Massenmörder sprengte sich bei einem Popkonzert in die Luft – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf einen islamistischen Hintergrund hindeutet, soll dies anscheinend so lange wie möglich verschwiegen werden. Stattdessen übt sich die Polizei von Manchester in einer über Twitter verteilten Mitteilung in Gemeinplätzen: „Terroristen versuchen, unser Leben zu stören und Misstrauen und Angst in Gemeinschaften zu schaffen“.

Mit „Gemeinschaften“ gemeint sind verschiedene Gruppen von Einwanderern, in der Regel aus islamischen Ländern. Und die Polizei will in den kommenden Tagen „eng mit den Führern der Gemeinschaften zusammenarbeiten, um jedes Thema anzusprechen“. Verschwiegen werden soll hingegen offenbar, dass Großbritannien ein hausgemachtes, nämlich durch Einwanderung importiertes, Problem mit potenziellen islamistischen Massenmördern hat.

„Terrorwarnung: 3.000 islamistische Extremisten in Großbritannien sind ‚bereit, das Vereinigte Königreich innerhalb von Wochen anzugreifen‘“, titelte im November 2015 die Zeitung „Express“. Unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst MI5 heißt es in dem Artikel, „eine erschreckend hohe Zahl britischer Männer und Frauen – viele von ihnen sind Teenager – haben sich radikalisiert und könnten innerhalb von Wochen Anschläge am heimatlichen Boden ausüben“. Mehr als die Hälfte der unter Beobachtung stehenden Islamisten lebe in London, aber auch die West Midlands und Manchester seien islamistische Hochburgen.

 

[Text: B. T.; Bild: David Dixon/wikimedia.org]