In einem Antwortschreiben an den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, und dessen Vorgänger und Vizepräsidenten des European Jewish Congress, Ariel Muzicant, erteilt der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin Kontakten von offiziellen Vertretern Israels zu Parteien mit antisemitischer Vergangenheit eine Absage. Gemeint ist damit die FPÖ.

Wenn IKG-Präsident Deutsch gegenüber dem „Kurier“ erklärt, er sei froh über die klaren Worte von Staatspräsident Rivlin, dann wird die Sache sehr durchsichtig. Schließlich waren es Deutsch und sein Vorgänger Muzicant, die im letzten Bundespräsidentenwahlkampf massiv den grünen Kandidaten Van der Bellen unterstützt haben und nun anscheinend die Kampagne gegen die Freiheitlichen fortsetzen.

Die FPÖ hat sich in den vergangenen Jahren ehrlich bemüht, Kontakte nach Israel aufzubauen. Und dass die Freiheitlichen dabei erfolgreich waren und nun Freunde in Israel haben, scheint das Establishment zu stören. So nahmen etwa im November die beiden ehemaligen israelischen Politiker Raphael Eitan und Michael Kleiner in Wien an der Diskussionsveranstaltung „Haben wir aus der Geschichte gelernt? Neuer Antisemitismus in Europa“ teil.

[Bild: FPÖ]