Israel spielt im nahöstlichen Pulverfass mit dem Feuer. Wie am Dienstag ein Sprecher der israelischen Armee bestätigte, haben die israelischen Streitkräfte in den vergangenen anderthalb Jahren mehr als 200 Ziele im Nachbarland Syrien mit Raketen und Mörsergranaten angegriffen. Weil Syrien ein souveräner Staat ist, handelt es sich beim Vorgehen der angeblich einzigen Demokratie im Nahen Osten um eine Verletzung des Völkerrechts. Aufgrund der geographischen Gegebenheiten wird bei manchen Angriffen der libanesische Luftraum verletzt und damit ebenfalls gegen das Völkerrecht verstoßen.

Der Armeesprecher wird von israelischen Medien dahingehend zitiert, dass man „intensiv daran arbeitet, iranische Waffenkonvois und Ziele in Syrien ins Visier zu nehmen“. Der Iran, den Israel und die USA in die Knie zwingen wollen, unterstützt die rechtmäßige syrische Regierung von Präsident Baschar al-Assad.

Darüber hinaus gibt es stichhaltige Indizien, dass der israelische Geheimdienst Mossad im Nachbarland Syrien Morde begeht: „Letzten Monat wurde ein hochrangiger syrischer Wissenschafter, der chemische Waffen entwickelt, getötet, als sein Auto nahe der Stadt Masyaf im Nordwesten Syriens explodierte. Syrische Medien schreiben den Angriff der israelischen Spionageagentur Mossad zu“, schreibt die israelische Zeitung „Haaretz“. Und erst am Dienstag flog die israelische Luftwaffe Angriffe gegen „iranische Ziele“ in den syrischen Provinzen Hama und Tartus und tötete dabei laut Medienberichten drei Menschen und verletzte 23 weitere.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/י. א. פליישר; Lizenz: CC BY-SA 4.0]