Wer in Österreich nicht in den Chor der politisch korrekten Migrationsbeschwichtiger einstimmt, wird attackiert. Diese Erfahrung muss Christoph Biro, Chefredakteur der steirischen „Krone“, machen. Biro hatte geschrieben, „wir haben erfahren, dass Syrer äußerst aggressive sexuelle Übergriffe“ vorgenommen und dass Afghanen die Sitze in ÖBB-Waggons aufgeschlitzt hätten.

Das reichte schon, dass der „Standard“-Kolumnist Hans Rauscher von „Hass-Seiten“ sowie von „Hysterie“ und „Desinformation“ schrieb. Rauscher, einer der Gralshüter der politischen Korrektheit in der österreichischen Medienlandschaft, zieht auch gleich Biros Glaubwürdigkeit in Zweifel und fragt, ob „Herr Biro das auch belegen kann?“ und behauptet, bisher fehlten Meldungen über sexuelle Übergriffe. Zudem hätten die ÖBB erklärt, die aufgeschlitzten Sitze kämen eher von Hooligans nach Fußballspielen.

Mit anderen Worten: Rauscher passt es offenbar nicht, dass Biro die herrschende mediale Schweigespirale durchbrochen hat und Missstände thematisiert, für welche die angeblich „Schutzsuchenden“ verantwortlich sind. Aber Herr Rauscher muss sich vor allem eine Frage gefallen lassen: Woher will er wissen, dass es seitens der Abertausenden entwurzelten jungen Männer aus dem Nahen Osten, die in den letzten Wochen durch Österreich zogen, zu keinen sexuellen Übergriffen gekommen ist?

 

 

Text: A. M.
Bild: Rudolf Moser