Kaum ist die sogenannte „Ehe für alle“ im deutschen Bundestag beschlossen worden, verkündet die schwule Community, dass damit noch lang nicht alle Forderungen erfüllt sind und man nun erst richtig loslegen will. Wie sie auf dem LGTB – Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender, also Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender – Internetportal queer.de unter der sinnigen Überschrift „Die Homo-Lobby wird euch weiter nerven!“ verkünden, genauer gesagt: der in Thailand lebende geschäftsführende Redakteur Micha Schulze, kommt jetzt so richtig Schwung in das Homo-Theater.
Zwar, so wird gejammert, hat die Gleichbehandlung und die Anerkennung homosexueller Menschenrechte viel zu lange gedauert, aber „Vergast, verpönt, verheiratet – Deutschland ist im Umgang mit seinen homosexuellen Bürgern zweifelsfrei enorm vorangekommen.“ Allerdings gilt „Ehe ist nicht alles!“ und es gibt noch viele Themen, die der kleinen, aber dennoch lauten und mit ihren „besonderen Bedürfnissen“ auch besondere Behandlungen verlangenden Minderheit unter den Nägeln brennen. Zum einen, so die Homos, führe nun „an einem umfassenden Diskriminierungsschutz im Grundgesetz auch aufgrund der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität … kein Weg mehr vorbei.“
Weiters fordert man auch eine „kollektive Entschädigung“ für all jene, die nach § 175 StGB verurteilt wurden. Zudem soll auch das „diskriminierende Schutzalter“, also 14 bzw. 16 Jahre, vom Bundestag abgeschafft werden. Auch das „diskriminierende Transsexuellengesetz“ soll reformiert werden. Ein weiterer Punkt könnte aber auch zu einem Schulterschluss zwischen Homo-Lobby und den für ihre sprichwörtliche Toleranz bekannte Moslemgruppen führen.
Fordert man doch: „Ebenso rechtliche Absicherungen für Menschen, die sich für Lebensgemeinschaften jenseits der Zweierkiste entscheiden und dies wünschen.“ – also Vielehe.

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