Josef allein zu Haus?

 

Jüngst im Kulturausschuß, der am 1. Oktober im Parlament tagte und sich beinahe ausschließlich mit dem Prestigeprojekt des Kulturministers Josef Ostermayer, dem Haus der Geschichte, befasste, war es mit Händen zu greifen: Niemand, bis auf eine dazu vergatterte SPÖ will dieses Projekt an diesem Standort. Der Koalitionspartner ÖVP in Gestalt der Kultursprecherin Maria Fekter zeigt sich äußerst reserviert, die Rektorin der Akademie der bildenden Künste Eva Blimlinger, die als Auskunftsperson geladen war, wiederholte ihre zuvor im „Falter“ geäußerte Fundamentalkritik am Museumskonzept.

Tatsächlich wird es den Kritikern des Hauses der Geschichte nicht allzu schwer gemacht, denn auf die drängendsten Fragen, die mit dieser Neugründung aufgeworfen werden, konnte auch der von Ostermayer beauftragte Historiker Oliver Rathkolb keine Antworten liefen.

Trotz eines aus insgesamt aus 31 Personen (!) bestehenden, international besetzten „wissenschaftlichen Beirates“, dem Rathkolb vorsaß, wird unweigerlich an die Fabel von den kreißenden Bergen und der geborenen Maus, erinnert, wer das Ergebnis dieses mehrmonatigen Prozesses betrachtet: Ein recht dünnes, insgesamt 96 Seiten umfassendes und als „Umsetzungsstrategie“ betiteltes Konvolut von „Ideen und Entwürfe(n)“ wurde da vorgelegt, dem man zwar ein grundsätzliches Bemühen nicht absprechen will, dem jedoch die offenbar hektischen Umstände seiner Komposition anzusehen sind.

 

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Druckausgabe der Zur Zeit am Freitag, den 9. Oktober, an ihrem Kiosk.

 

Bild: Parlamentsdirektion/Bildagentur Zolles KG/Mike Ranz