Die Gäste sind weg, die Oper ist frei! Der 63. Opernball ist gelaufen. Doch man darf schon auf das nächste Jahr gespannt sein. Denn seit heuer stellt sich nicht mehr nur die altbekannte Frage: „Wen bringt wohl Richard Lugner im nächsten Jahr mit?“. Seit heuer gesellt sich eine zweite Frage hinzu: „Wenn – um Himmels willen – schleppt Josef Moser diesmal wieder an?“

Nachdem der ehemalige Rechnungshof-Präsident als Justiz- und Reformminister bisher nichts zustande gebracht hat, versucht er sich nun als Menschenfreund und Sozialromantiker. Er war nicht nur der Erste, der damals der „Homo-Ehe“ das Wort redete, er war auch das erste Regierungsmitglied, das einen Homosexuellen zum Staatsbankett lud: Conchita Wurst. Diesmal mit Glatze und Piercings.

Was er damit demonstrieren will – keine Ahnung? Vielleicht versucht er sein Unvermögen als Minister zu kaschieren. Unterm Strich hat Moser nämlich außer großen Ankündigungen nichts zustande gebracht. Er torpediert halt gerne Herbert Kickl, wenn es etwa um eine „Sicherungshaft“ krimineller Asylanten geht. Oder um Modifizierungen veralteter Menschenrechtsnormen.

Ein Politiker ist nicht dazu da, vor geltendem Recht auf die Knie zu sinken, sondern erforderliche Änderungen in Angriff zu nehmen. Das sollte Herr Moser selbst wohl am besten wissen. Schließlich forderte er Jahr und Tag als Rechnungshofpräsident Reformen. Nun ist er an der Macht – und jetzt? Jetzt wird Josef Moser plötzlich zum Blockierer, der alles einzementiert, was auch nur den leisesten Hauch einer Verbesserung verspricht.

Wie viele Österreicher müssen noch dran glauben, bis Herr Moser endlich die Notwendigkeit einer Schutzhaft einsieht!

Und wie tief muss die heimische Geburtenrate noch sinken, bis Herr Moser endlich die Interessen der Familie, nicht die eines bärtigen Homosexuellen auf den Scheffel stellt. Warum nimmt er nicht eine mehrfache Mutter mit? Was will er uns ausgerechnet mit einem linken Transvestiten sagen – das ist doch die Frage! Nichts – Hauptsach‘ Kameras und Applaus von der falschen Seite.

Während Josef Moser also vermutlich auf Staatskosten mit Conchita Wurst die Korken knallen lässt, sitzt Herbert Kickl im Innenministerium und tüftelt an einem Plan zum Schutze der Zivilbevölkerung.

[Text: A.L.; Bild: www.wikipedia.org/Raimond Spekking; Lizenz: CC BY-SA 4.0]