Nachdem bereits vergangene Woche eine sprichwörtliche Unterwerfungserklärung der ÖVP gegenüber der SPÖ abgegeben wurde, konnte am heutigen Donnerstag nun die erste Nicht-Proporzregierung im Klagenfurter Landhaus angelobt werden. Wenngleich auch die SPÖ, die bei der Landtagswahl Anfang März nur knapp die absolute Mehrheit verfehlte, offiziell mit der ÖVP eine Koalition bildet, so handelt es de facto um eine SPÖ-Alleinregierung, verzichtete doch die ÖVP auf das Einstimmigkeitsprinzip in der Regierung – und dort erhielt die SPÖ fünf von sieben Regierungssitzen.
Für die Kärntner Freiheitlichen auf jeden Fall eine komfortable Situation, sind doch nun die einzige nennenswerte Oppositionskraft im Kärntner Landtag, die die rote Allmacht die nächsten fünf Jahre nicht nur kontrollieren, sondern auch entsprechend bekämpfen wird. Zu verdanken haben die Kärntner diese Allmacht auf jeden Fall einer ÖVP, die es ob ihrer personellen Querelen tatsächlich geschafft hat, im Heischen nach Posten im Liegen umzufallen.
Man darf gespannt sein, wie der alte und nun auch neue Landeshauptmann im südlichsten Bundesland zu nützen vermag.

[Text:W.M.; Bild: Wikipedia/Johann Jaritz; Lizenz: CC BY-SA 4.0]