Luca Kaiser ist der Sohn des Kärntner Landeshauptmannes Peter Kaiser und Kärntner SPÖ-EU- Kandidat für die Europawahl im kommenden Frühjahr. Ob der 24-Jährige geeignet ist, Österreich im Europäischen Parlament zu vertreten, muss aber ernsthaft bezweifelt werden. Jedoch nicht aufgrund seines Alters, sondern weil er Österreich als „Nazion“ beleidigt hat. Am 11. Jänner schrieb Kaiser im Kurzmitteilungsdienst Twitter: „Österreich ist eine Nazion mit einem scheiß Innenminister. #Kickl“

Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich Kaiser vertippt hat, zumal auf der Tastatur die Buchstaben T und Z nebeneinander liegen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der SPÖ-Politiker Österreich und die Österreicherinnen und Österreicher in die Nähe des Nationalsozialismus rücken wollte. Auch von „scheiß Innenminister“ zu schreiben, ist trotz Verständnis für natürlich bestehende politische Auffassungsunterschiede auch nicht gerade eine Empfehlung für höhere politische Weihen.

Klare Worte zu dieser unglaublichen Entgleisung kommen von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker: „Österreich als ‚Nazion‘ generell zu beschimpfen und seine Wählerinnen und Wähler als Verbrecher darzustellen, ist eine inakzeptable Grenzüberschreitung. Herr Kaiser hat hier sofort die Konsequenzen für seine Heimatbeschimpfung zu tragen und als Spitzenkandidat zurückzutreten.“ Zudem fordert Hafenecker von der designierten SPÖ-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner ein Machtwort und dass es keinen Familienbonus geben dürfe.

[Text: B.T.; Bild: Verlag]