Wien ist für die Katholische Kirche ein schwieriges Pflaster, nur mehr ein gutes Drittel der Einwohner bekennt sich zum Papst in Rom. Aber dass die Schäfchen der Mutter Kirche den Rücken kehren, scheint den Wiener Oberhirten Christoph Schönborn nicht weiter zu stören. Schließlich ist dem Kardinal die Fernstenliebe wichtiger als die Nächstenliebe, wie er kürzlich über Twitter kundtat.

So dankte Schönborn „allen, die sich einsetzen für Flüchtlinge und ihre Integration“. Anschließend beklagt sich der Kirchenmann darüber, „dass sich das Klima in unserem Land gewandelt hat. Heute kann man Wahlkampf machen, indem man gegen Flüchtlinge und Immigration polemisiert.“ Oder anders formuliert: Schönborn wären anscheinend offene Grenze und eine Wiederholung der illegalen Masseneinwanderung des Jahres 2015 lieber. Im Übrigen ist diese Aussage des Schönborns klar gegen die FPÖ gerichtet und stellt somit eine Einmischung der Kirche in die Politik dar.

Zudem sei die „Willkommenskultur in unseren Pfarren“ laut Schönborn „Grundhaltung der Jünger Jesu“, wobei der Kirchenmann den linken Staatskünstler Andre Heller mit den Worten zitiert: „Die Weltmuttersprache ist das Mitgefühl.“ Kein Wunder also, wenn sich jährlich tausende Katholiken von ihrer dem Zeitgeist frönenden Kirche abwenden.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/GuentherZ; Lizenz: CC BY 3.0]