Wie diese Woche das deutsche Nachrichtensmagazin „Spiegel“ aufdeckte, war eine Reihe von ehemaligen deutschen, aber auch österreichischen Spitzpolitikern entweder auf der Lohnliste des Kasachen-Führers Nasarbajew, oder wurden zumindest als „Freunde Kasachstans“ geführt. Als „Initiator und Drahtzieher“ nennt der „Spiegel“ den Wiener Rechtsanwalt Gabriel Lansky.

Letzerer geriet dieser Tage in die Medien, zumal es bei den Ermittlungen in der Causa Alijew, dem verstorbenen Ex-Schwiegersohn des kasachischen Diktators, offenbar Überlegungen gab, ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter in seiner Funktion als damaliger Anwalt des kasachischen Ex-Botschafters in Wien beschatten zu lassen.

Das legt ein von der Wiener Anwaltskanzlei Lansky, Ganzger und Partner (LGP) eingeholter Kostenvoranschlag eines darauf spezialisierten Münchner Unternehmens nahe. Gegenüber Medien versicherte Gabriel Lansky am Mittwoch, Brandstetter sei „never ever“ beschattet worden. Dasselbe gelte für Manfred Ainedter, einen weiteren Rechtsvertreter Alijews, zu dem in dem Schreiben aus München ebenfalls eine „Ermittlung/Observation“ angeregt wird. „Es ist von mir definitiv keine Observation von Brandstetter und Ainedter in Auftrag gegeben worden“, so Lansky.

 

F.-W. M.

 

 

(Bild: Ricardo Stuckert/PR Agencia Brasil/wikimedia.org)