Es ist ein weiterer Beweis, dass bestimmte Kreise in der katholischen Kirche der Fernstenliebe statt der Nächstenliebe frönen. Wie „Kathpress“ meldet, „setzen am 14. März die Pfarren des 23. Wiener Gemeindebezirks ein lautstarkes Zeichen für Asylwerber. Ab 18 Uhr läuten die Glocken aller Liesinger Kirchen für fünf Minuten, um gegen die zeitgleich am Liesinger Platz geplante Anti-Asyl-Demo einer FPÖ-Bürgerinitiative mobil zu machen.“ Bei der Kundgebung der FPÖ geht es um ein Massenquartier in der Ziedlergasse, in dem zumindest 750 Asylanten untergebracht werden sollen.

Petra Kollars, die Organisatorin der linkskatholischen Aktion wird dahingehend zitiert, „dass die Befürchtungen teilweise auch nachvollziehbar sind". Allerdings sei der lautstarke Protest der „falsche Weg“, weshalb die Pfarren mit ihrer Aktion auf „einen anderen Weg aufmerksam machen“. In diese gutmenschliche Gefühlsduselei passt auch die Aussage, „die Menschen müssen das Gefühl haben, sie sind hier willkommen“. Wie die Austrittszahlen der vergangenen Jahre zeigen, haben immer weniger Katholiken das Gefühl, in ihrer Glaubensgemeinschaft willkommen zu sein.

Zu erfahren ist auch, dass die Pfarre Rodaun, deren Kirche als einzige des 23. Bezirks über keine Glocken verfügt, am 14. März um 18 Uhr zu einem „Friedensgebet“ lädt, und zwar als „Antwort auf die Demonstration auf dem Liesinger Platz und die derzeitige Entwicklung an den Grenzen im Süden Österreichs“. Oder anders ausgedrückt: Den Linkskatholiken können anscheinend nicht genug Einwanderer aus dem Orient nach Österreich kommen.

 

[Text: B. T.; Bild: Randal J./wikimedia.org]