Bekanntlich hat die Republik Adolf Hitlers Geburtshaus in Braunau enteignet und den früheren Eigentümern einen Entschädigungspreis von 310.000 Euro überwiesen. Dies ist bekanntlich zu wenig, weshalb die frühere Eigentümerin zivilrechtlich nunmehr geklagt hat. Das vom Gericht in Ried in Auftrag gegebene Immobiliengutachten eines Sachverständigen schätzt den Wert der Liegenschaft nunmehr wesentlich höher, nämlich auf bis zu 1,5 Millionen Euro. Damit wird die Republik wohl wesentlicher mehr für Hitlers-Geburtshaus hinlegen müssen und dies „ohne Berücksichtigung der Besonderheit des Hauses als Geburtshaus von Adolf Hitler“.

Die Finanzprokuratur, die die Interessen der Republik in diesem Verfahren vertritt, hat nun bereits angekündigt, dass sie eine rechtskräftige Entscheidung akzeptieren würde. Das Zivilverfahren ist allerdings erst in erster Instanz, weshalb die Causa „Hitler-Geburtshaus“ die Justiz und die Öffentlichkeit noch einige Zeit beschäftigen dürfte.

[Text: A.M; Bild: youtube.com]