Robert Fisk, der einst von der „New York Times“ als „der wohl berühmteste britische Auslandskorrespondent“ bezeichnet wurde und derzeit für den britischen „Independent" recherchiert, was tatsächlich jüngst in der Syrischen Stadt Douma geschah, fand keinerlei Beweise für einen Angriff mit Giftgas. Er befragte viele Augenzeugen, die die besagte Nacht erlebten, aber allesamt aussagten, dass es keinen, Giftgaseinsatz gegeben habe. Der Arzt, der in dem Krankenhaus tätig ist, in dem sich laut der dubiose „Weißhelme" - die von manchen als Islamisten-Propagandatruppe bezeichnet werden - und der von Saudi-Arabien finanzierten Dschihadistengruppe Jaish al-Islam (Armee des Islam) sich angeblich „Leichenberge stapeln" sollen, sagt ebenfalls, dass er niemanden wegen der Einwirkung von Kampfgas hätte behandeln müssen.

Interessant ist auch, dass er zwar die Echtheit des Videos, das letztlich offiziell zum Angriff der West-Alliierten führte, bestätigt, aber gleichzeitig erklärt, dass die Opfer an extremen Sauerstoffmangel leiden, weil sie in völlig verstaubten Kellern ausharren müssen, wo es durch Wind und Granatbeschuss in dieser Nacht besonders schlimm war. Der Arzt, Dr. Assim Rahaibani, ist für den erfahren Journalisten, dem es unter anderem gelungen ist, dreimal Osama bin Lade zu interviewen, völlig glaubwürdig. Das kann man hingegen von den sogenannten syrischen Oppositionsquellen nicht gerade behaupten. Damit hätten die westlichen Staaten wieder einmal einen Angriffskrieg ohne echten, moralisch gerechtfertigten, Grund gestartet, was man bei anderen als Kriegsverbrechen gewertet würde.

[Text: H.W. Bild: Siqbal at English Wikipedia]