Ein bemerkenswertes Urteil hat ein Gericht in Nanterre, einem Vorort von Paris, gefällt. Es ordnete die Schließung eines Lebensmittelgeschäfts an, in dem nur „Halal“-Waren, also Produkte, die den mohammedanischen Speisevorschriften entsprechen, verkauft wurden. Alkohol und Schweinefleisch waren in dem Laden nicht erhältlich. Laut der Zeitung „La Liberation“ verstieß der Betreiber gegen den Pachtvertrag, diesem zufolge er den Laden hätte als „allgemeinen Lebensmittelhandel“ führen müssen. Außerdem muss der Ladeninhaber den lokalen Behörden 4.000 Euro als Ersatz der entstanden Rechtskosten zahlen.

Konkret ist das Gericht der Auffassung, dass der Pächter nicht „den Bedürfnisse aller Einwohner in der Wohngegend“ nachgekommen sei. Denn das Warenangebot in dem Geschäft in Colombes sei „eingeschränkt und passt nicht in das breite Konzept eines allgemeinen Angebots“. Anwohner hatten sich darüber beklagt, dass der „Halal“-Laden einen normalen Supermarkt ersetzt hatte und sie deswegen nicht mehr angemessen versorgt werden, weil die „Halal“-Produkte 96 Prozent des Warenangebots ausmachten.

Während des Prozesses hatten der Ladeninhaber und sein Anwalt behauptet, Wein sei „kein Bestandteil der allgemeinen Ernährung“, weshalb keine Verpflichtung zum Verkauf bestünde, weil es sich beim Wein bloß um eine „Ergänzung zu Lebensmitteln“ handle. Das Gericht schenkte jedoch dieser Argumentation keinen Glauben und fällte ein wichtiges Urteil gegen die Islamisierung Frankreichs.

 

[Text: B. T.; Bild: Wikimedia Commons / Mu]