Ein 16-jähriger afghanischer Flüchtling wurde in Salzburg vor Kurzem wegen Mordes und schwerer Körperverletzung zu sieben Jahren Haft verurteilt. Im selben Prozess hagelt es teils heftige Strafen für das Dutzend an Beteiligten einer Massenschlägerei aus dem Jahr 2015 im Salzburger Lehener Park, wo sich wieder einmal kulturelle Spannungen zwischen Einwanderern kräftig entluden. Abseits der Tatsache, dass es sich bei der Fehde um ein importiertes Problem aus den romantischen Urlaubsorten zwischen Bosporus (Türkei) und Hindukusch (Afghanistan) handelt, erschreckt das jugendliche Alter des Haupttäters und vieler anderer Beteiligter. Der Park ist inzwischen Polizeischutzzone, freilich auf Kosten des einheimischen Steuerzahlers.

Just jener Verein („Neustart“), der sich in Salzburg um Bewährungshilfe kümmert, schlägt nun vor, jugendliche Straftäter gleich gar nicht mehr in U-Haft zu nehmen. Stattdessen werden „andere Formen der Unterbringung“ gefordert, die angeblich in Deutschland und der Schweiz erfolgreich sind. Auch wenn eher der Fall eines anderen 15-jährigen Möchtegern-Messerstechers Anlass zu dieser Aussage gewesen sein könnte, sollte bedacht werden, dass auch die eingangs erwähnten Kriminellen in den Genuss dieser Regel kommen würden. Bei den Tathandlungen handelt es sich weiter angeblich immer auch um „Hilfeschreie“ der Täter, die dann nicht auch noch durch Gefängnisaufenthalte auf die schiefe Bahn kommen sollen.

Betreute Wohneinrichtungen, gesichert von Gewalt ablehnenden Sozialarbeitern hinter kartonverstärkten Türen als sicheren Ort für verdächtigte Verbrecher zu nennen, ist mehr als bloß realitätsfern. Der Staat sperrt gefährliche Menschen nicht nur als Strafe hinter dicke Gefängnismauern, sondern schützt umgekehrt damit auch die Gesellschaft vor den potenziell gefährlichen Insassen. Dass ein jugendlicher Täter, wie der afghanische Messer-Mörder, einen Hilfeschrei durch seine Tat absetzt, mag wohl in linken Sozialarbeiter-Zirkeln ein denkbares, nachvollziehbares Argument sein, welches der durchschnittliche Bürger eher nicht nachvollziehen kann. Nicht jede kleine Dummheit darf gleich im Gefängnis enden. Der Einsatz von Gewalt stellt jedoch eine klare Schranke dar, wo für den Schuldigen spürbare Sanktionen eingeleitet werden sollten. Eine gemütliche Wohngemeinschaft womöglich noch ohne durchgehende Ausgangssperre für die Nachwuchsverbrecher ist keine wünschenswerte Alternative.

 

[Text: A. BL.; Bild: Kecko/flickr]