Die Nervosität scheint gewaltig. Fürchtet sich die USA etwa vor dem Verlust ihrer Vormachtstellung?

Ein Sprecher der US-Botschaft in Berlin erklärte, dass im Falle eines Abkommens mit Huawei die „künftige Integrität und Vertraulichkeit sensibler Kommunikation“ und die „schnelle Zusammenarbeit und den Austausch von Informationen gefährdet“ sei. Vorwürfe aus den USA unterstellen dem chinesischen Unternehmen nahe Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung. Es gibt zwar keine Beweise und Huawei negiert die Anschuldigungen. Doch die US Regierung ist ebenfalls bekannt dafür, sich durch amerikanische Unternehmen in außerstaatliche Angelegenheiten einzumischen.

Whistleblower Edward Snowden

Dank Edward Snowden sind Vorwürfe bekannt, wonach die NSA in den USA produzierte Hardware des Huawei-Konkurrenten Cisco abfängt, Überwachungswerkzeuge einbaut, und sie dann neu verpackt an die eigentlichen Empfänger im Ausland verschickt.

In Deutschland zeichnen sich unterdessen verschärfte Anforderungen für die Sicherheit von Telekommunikationsnetzen ab. Die Bundesnetzagentur erstellt bis Ende Frühjahr 2019 einen Sicherheitsplan, mit dem Huawei vom 5G-Ausbau ausgeschlossen werden könnte. Unklar ist allerdings welche Auswirkungen das auf die Versteigerung der Frequenzen haben wird.

Ob und wie sich die Bundesregierung zu dem Ultimatum bekennt, ist noch unbekannt. Eines hingegen ist klar. Huawei und China sind auf dem Vormarsch und Drohungen und Ultimata werden sie nicht aufhalten.

[Text: A.P.; Bild: www.wikipedia.org/3GPP; Lizenz: -]