Es wird heftig spekuliert, ob und wann es zu einer Staatspleite Griechenlands kommt. So sagte in der Bundesrepublik Deutschland der Präsident des CDU-Wirtschaftsrates, Kurt Lauk, der „Bild“-Zeitung: „Die Eurozone benötigt dringend eine offene Diskussion über einen Plan B für Griechenland – sei es ein Grexit, die Einführung einer Parallelwährung oder ein anderer Weg.“

Der britische Wettanbieter William Hill jedenfalls scheint davon überzeugt zu sein, dass Athen bald das Geld ausgehen wird. Denn William Hill hat alle Wetten, ob Griechenland heuer aus dem Euro ausscheiden wird, gestoppt. Auch Wetten, welches Land als erstes die Eurozone verlässt, sind nicht mehr möglich. Als Begründung führt William-Hill-Sprecher Graham Sharpe an, dass die Quoten für einen „Grexit“ von 1:5 auf 1:3 gesunken sind. Deshalb sei es nun „immer wahrscheinlicher, dass dieser Prozess in Gang kommt“, so Sharpe. Und der Sprecher des Buchmachers fügt hinzu: „Niemand ist interessiert, Griechenland bis zum Ende des Jahres in der Eurozone zu halten, weshalb wir uns entschlossen haben, den Stecker zu ziehen.“

 

B. T.

 

 

(Bild: Bank von Griechenland/wikimedia.org)