Wenig überraschend übt sich der rote Ex-Kanzler in seiner Regierungskritik in aggressiven Rundumschlägen ohne ernsthafte sachliche Argumente. Wenn er im „Standard“-Interview etwa von Unterwanderung des Staates durch die völkisch Rechten und den ehemals Konservativen faselt, so könnte man ihm sehr leicht so etwas wie Verfolgungswahn unterstellen. Die Blauen haben weder die personelle Ausstattung noch den Willen, den Staat zu „unterwandern“. Die Schwarzen aber sitzen seit Jahr und Tag an den Schlüsselstellen unseres Landes, welches sie ja bekanntlich – zusammen mit den Roten – gleichsam als Erbpacht betrachtet haben. Der Vorwurf des Umfärbens bestätigt das ja nur allzu deutlich. Scheinbar war alles in Ordnung, solange die Roten überall fest im Sattel saßen. Wenn nun ein paar der FPÖ zuzurechnende Personen in wichtige Positionen aufrücken, ist das dann für den roten Chef so etwas wie eine Staatskrise. Wenn er weiters jammert, dass Schwarz-Blau die Gesellschaft spalten würde, dann sollte er auch lieber vor der eigenen Tür kehren. Da sind nämlich einerseits die Massen an Einwanderern, die sich nicht integrieren wollen und daher auch nicht Bestandteil unsere Gesellschaft werden können, anderseits sind es Kerns Genossen von der linken Seite, die jeden, der nicht ihrer Meinung ist, als moralisch schlechten, weil „rechten“, Menschen abqualifizieren. Leute wie Kern spalten mit ihren „politisch korrekten“ Phrasen die Gesellschaft und teilen sie in gut und böse ein. Bei so einer Einstellung bleibt kein Platz für ernsthaften Dialog, der seitens der Linken ja auch gar nicht gesucht wird, da sie, außer utopischen Mulikulti-Fantasien, ja auch gar keine Argumente mehr haben. Wer versucht, die Bevölkerung auszutauschen, der darf sich aber nicht wundern, wenn die Solidarität innerhalb der Wohnbevölkerung sinkt.

[Text: H.W.; Bild: Wikipedia/SPÖ/Zach-Kiesling; Lizenz: CC BY-SA 2.0]