Im Herbst 2013 wurde der Posten des Milizbeauftragten vakant. Nachdem Minister Gerald Klug es verabsäumt hatte seinem gesetzlichen Auftrag der Besetzung des Postens nachzukommen, brachten die freiheitlichen Abgeordneten Reinhard Bösch als Vorsitzender der parlamentarischen Bundesheerkommission und Mario Kunasek als FPÖ-Wehrsprecher den Antrag auf Ministeranklage ein. Mit diesem „Feuer unter dem Hintern“ ist Klug nun endlich seiner Verpflichtung nachgekommen.

Mit Erwin Hameseder hat Klug nun einen Raiffeisenvorstand zum Milizbeauftragen bestellt. Dies wohl in der Hoffnung, dass sich der vielbeschäftigte Manager – er ist Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien, Aufsichtsratspräsident der Raiffeisen Zentralbank, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und erster stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Raiffeisen Bank International – nicht allzuviel um die Miliz wird kümmern können.

Und genau dies kritisieren die beiden Freiheitlichen: „Wir würden uns wünschen, dass wir uns irren, aber angesichts der Fülle an beruflichen Verpflichtungen bei Raiffeisen wird die Funktion als Milizbeauftragter für Hameseder wohl nicht mehr als eine kleine Randnotiz im Terminkalender werden“, warnen Kunasek und Bösch.

 

W.T.

 

 

(Bild: FPÖ / Parlamentsdirektion/Simonis)