Aufgrund von innerpolitischen Konflikten konnte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu Wien und somit die Konferenz gegen Antisemitismus und Antizionismus nicht besuchen. Der radikale Zionist Avigdor Lieberman trat nach grober Meinungsverschiedenheit als Verteidigungsminister zurück. Er hinterlässt Netanjahu seinen Posten und den weiterhin bestehenden Konflikt mit der Palästinenserorganisation Hamas.

Lieberman kritisierte vor allem den zu „laschen“ Kurs und lehnte vehement einen Waffenstillstand mit der Hamas ab. Der Ex-Minister behauptete, der geforderte Friede sei in Wirklichkeit eine „Kapitulation vor dem Terrorismus“. Bereits 2012 war der wegen Amtsmissbrauch angeklagte Lieberman als Außenminister zurückgetreten. Trotz des Freispruchs wurde der jüdische Extremist oft von aller Welt wegen seiner harten Position gegenüber Palästina und dem Iran heftig kritisiert.Dass Israel andere Länder und Kulturen nicht mit Samthandschuhen anfasst, ist bekannt.

In Österreich dementiert dies indirekt Außenministerin Karin Kneissl. Dies trotz des aufrechten Boykotts freiheitlicher Minister durch Israel. Im Gegenteil, die freiheitliche Ministerin kritisiert den angeblich zu „harten“ Umgang mit Israel. Da Israel nicht „die Schweiz oder Lichtenstein“ als Nachbarn hätte, sei das Verhalten den Nachbarländern gegenüber also vollkommen gerecht und verständlich.

[Text: A.P.; Bild: Wikipedia]