Welche Blüten Willkommenswahn und politische Korrektheit treiben, zeigt sich in Köln. Dort geriet der Vorstand des linksversifften „Bürgerzentrum Alte Feuerwache“ mit der städtischen Gebäudewirtschaft in Streit, weil bei den Planungen einer neuen Toilettenanlage auf eine „kultursensible Toilette“ vergessen wurde. Eine „kultursensible Toilette“ ist eine ohne Klomuschel und Klobrille, bei der die große Notdurft in ein Loch verrichtet wird, wie es in islamischen Ländern üblich ist. Jetzt einigte man sich auf die Errichtung einer „kultursensiblen Toilette“.

Konrad Müller, eines der Vorstandsmitglieder des „Bürgerzentrum Alte Feuerwehr“, sagte dem „Express“: „Eine solche Toilette entspricht eher dem, was in islamisch geprägten Ländern üblich ist. Und wir möchten den Menschen aus diesen Ländern damit das Gefühl geben, dass sie hier zu Hause sind.“ Damit sich die Mohammedaner wie daheim fühlen, soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, auf Toilettenpapier zu verzichten. Damit sie sich nach Verrichtung der Notdurft reinigen können, soll ein Wasserschlauch installiert oder zumindest ein Wassergefäß bereitgestellt werden. Bemerkenswert ist auch, dass diese Toilette nicht in Ost-West-, sondern in Nord-Süd-Richtung gebaut werden müsse. „Nach Mekka kacken geht gar nicht“, sagte Müller dem „Express“.

Und Hans-Georg Lützenkirchen, ein anderes Vorstandsmitglied, rechtfertigt die „kultursensible Toilette“ folgendermaßen: „Daran ist nichts falsch, und es hat nichts mit Gutmenschentum zu tun, denn unser Verein hat sich auch dem interkulturellen Lernen verschrieben. Und hier kann die einheimische Bevölkerung etwas über andere Kulturen lernen.“ Einheimische, die ausprobieren wollen, wie in islamischen Ländern die Verrichtung der großen Notdurft gemacht wird, müssen sich aber noch etwas gedulden. Die „kultursensible Toilette“ wird erst im Herbst 2018 fertiggestellt sein.

 

[Text: B. T.; Bild: Mintguy/wikimedia.org]