Im beschaulichen Tiroler Örtchen Pertisau sorgt der Besitzer eines Sportgeschäftes Hubert Wöll für Aufregung. Er hat in seinem Laden ein Burkaverbot verhängt. Grund hierfür war, nach seinen eigenen Angaben, dass vor kurzem ein Mann in Begleitung von zwei Frauen, welche Burka trugen in sein Geschäft kamen. Als ihn seine Mitarbeiterin bedienen wollte, hat dieser zu verstehen gegeben, dass er sich von einer Frau nicht bedienen lassen will und einen Mann gefordert. Daraufhin hatte Wöll ihn des Geschäftes verwiesen.

Das daraufhin allgemeingültige Burka-Verbot in seinem Geschäft argumentiert er damit, dass man einen Ausweis vorlegen muss wenn man sich z. B. ein Fahrrad leihen will, aber er nicht überprüfen kann, wer tatsächlich unter der Burka steckt und außerdem empfindet er, dass mit der Burka der Diskriminierung der Frau Vorschub geleistet wird und „dagegen sei er ganz klar“, so Geschäftsbetreiber Wöll gegenüber den Bezirksblättern.

„Erst kürzlich kamen zwei Leute zu mir ins Geschäft und als sie das Verbotsschild an meinem Eingang gesehen haben wurde die Burka abgelegt und sie kamen ins Geschäft“, schildert Wöll die ersten Reaktionen auf das Verbot und lobt damit die durchaus toleranten Personen aus dem arabischen Raum.

Aber seine Aktion und die Reaktionen wurzeln auch in seiner Geisteshaltung: „Ich bin Schützenhauptmann und Mesner hier bei uns und ein sehr konsequenter Mensch. Ich bin der Meinung, dass man auch gegenüber unserer Kultur und unseren Gepflogenheiten den nötige Respekt zeigen muss und ich habe kein Problem damit, danach zu handeln.“

 

[Text: W.-R. M.; Bild: Steve Evans/flickr]