Offenbar sind Ministerpräsident Alexis Tsipras und seine linkslinke Syriza-Partei doch nicht so ganz nach dem Geschmack von Griechenlands Linksextremisten. Denn Dienstagabend zog ein mehrere hundert Personen umfassender Mob durch die Innenstadt von Athen und verlangte die Abschaffung der Hochsicherheitsgefängnisse, in denen zahlreiche Linksextremisten einsitzen und die Rücknahme von einigen Strafrechtsbestimmungen der konservativen Vorgängerregierung.

Im Zuge der Proteste wurden die Sicherheitskräfte terrorisiert. Vermummte Linke bewarfen Polizisten mit Steinen und Brandflaschen, außerdem wurden mehrere Fahrzeuge und Müllcontainer angezündet. Zudem kam es im Stadtzentrum, auch in der Nähe des Parlaments, zu zahlreichen Schmieraktionen. Auf Mauern rund um die Volksvertretung waren Parolen wie „Bombardiert die Festung Europa“, „Griechenland ist ein Gefängnisstaat“, „Krieg der Demokratie“ oder „Feuer in den Gefängnissen“ zu lesen.

Griechenland hat traditionell eine starke linksextreme Szene. Krawalle mit schweren Sachbeschädigungen und bürgerkriegsähnlichen Zuständen sind in dem südeuropäischen Krisenland leider keine Einzelfälle.

 

B. T.

 

 

(Bild: Yong Lesia/ Screenshot Youtube)