Der sogenannte Krieg gegen den Terror kommt die US-Steuerzahler teuer zu stehen. Eine Studie der Brown University kommt zu dem Ergebnis, dass zwischen 2001 und 2016 für die Kriege in Afghanistan, Pakistan, Syrien und im Irak insgesamt 3,6 Billiarden Dollar ausgegeben wurden. In dieser Summe sind die Aufwendungen des Außen-, Verteidigungs- sowie des Heimatschutzministeriums enthalten. Und im Haushaltsjahr 2017 sollen die Gesamtkosten – in der Studie werden die zu erwartenden Aufwendungen für Veteranen mit eingerechnet – bei stolzen 4,79 Billionen Dollar liegen.

Allein für das Haushaltsjahr 2017 hat die Obama-Regierung vom Kongress die Bewilligung von 44 Milliarden Dollar für den Krieg in Afghanistan sowie 13,8 Milliarden Dollar für den Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak beantragt. Das Heimatschutzministerium soll zur Terrorbekämpfung 35 Milliarden Dollar erhalten. Alles andere als eine Zustimmung des Kongresses wäre eine Überraschung.

In der Studie wird ausgeführt, dass die Kriegskosten verschiedene Bereiche betreffen. „Wenn man einfach nur die Zuweisungen des Kongresses für die wichtigsten Kriegsgebiete und für die US-Stützpunkte betrachtet, haben die USA mehr als 1,7 Trillionen Dollar für Kriegsführung und Wiederaufbau ausgegeben. Aber es gibt darüber hinaus zusätzliche, mit dem Krieg gegen den Terror verbundene Aufwendung im Grundbudget des Pentagon und in den Ausgaben des Außenministeriums. Zudem sind die Ausgaben des Heimatschutzministeriums für Einsätze im Zusammenhang mit der Verhinderung von und Antwort auf potentielle Terrorangriffe auf 500 Milliarden Dollar gestiegen“, heißt es in der Analyse der Brown University.

Die Autoren der Studie weisen auch darauf hin, dass eine vernünftige Schätzung der Kriegskosten auch die Aufwendungen für Veteranen, etwa für medizinische Behandlungen oder für Versehrtenrenten, enthalten müsse. Und die Kosten für die Veteranen sind ein großer Brocken: „Diese künftigen Verpflichtungen für Behandlungen und Invalidenzahlungen sowie der damit verbundene verwaltungstechnische Aufwand werden bis zum Jahr 2053 insgesamt ungefähr eine Billiarde Dollar an zusätzlichen Kosten verursachen.

 

[Text: B. T.; Bild: DEA/wikimedia.org]