Harte Kritik richtete Ministerpräsident Orban am Wochenende in Richtung EU. So bezeichnete er die „illegale Einwanderung als eine Gefahr für Europa“ und warf der EU vor, nichts gegen das Problem zu unternehmen. In seiner Rede warnte Orban vor „Massen illegaler Einwanderer“, die Europas Kultur bedrohen würden und er sehe ein Versagen der Europäischen Union ihre Bürger zu schützen, da vor allem die illegalen Einwanderer eine Bedrohung für die kulturelle Identität europäischer Länder seien und zu wachsendem Terrorismus, Arbeitslosigkeit und Kriminalität in Europa beitragen würden.

Die Ungarn hätten jedenfalls entschieden, dass sie keine gesetzlosen Einwanderer wollten und nicht an dem „geistigen Amoklauf“ der europäischen Linken teilnehmen würden, so der konservative Politiker.

Die europäische Linke sieht das Problem der Einwanderung nicht als eine Quelle der Gefahr an, sondern als eine Gelegenheit”, so Orban weiter, „sie glauben …, dass die Eskalation der Einwanderung die nationalen Strukturen extrem schwächen oder sogar eliminieren kann.”

Zudem erklärt der Regierungschef, dass man in Ungarn versuche die Bevölkerung vor dieser Entwicklung zu schützen. Daher soll der Zaun an der ungarisch-serbischen Grenze bereits Ende August und nicht erst wie geplant im November fertiggestellt werden, da man sich von diesem eine Reduzierung der illegalen Einwanderung auf ca. ein Sechstel der bisherigen Zahlen ( heuer wurden bereits mehr als 90.000 Zuwanderer und Illegale in Ungarn registriert). Außerdem versucht das Land durch Verschärfung der Asylgesetzte weniger attraktiv für Illegale zu werden, die seit kurzem in Randgebiete verlegt werden.



F. X. S.





(Bild: European People's Party/flickr)