Das Rüstungsunternehmen mit dem "Langstreckenüberwachungssystem" Hermes 900 Maritime Patrol soll das Mittelmeer und die europäische Küsten überwachen. Dabei sollen illegale Migranten, die von Afrika aus über das Meer nach Europa gelangen wollen, mit modernster elektronischer Ausrüstung aufgespürt werden. Die resultierenden Daten werden dann an die EMSA übermittelt. Die Europäische Agentur für Sicherheit des Seeverkehrs leitet die Informationen wiederum an die patrouillierenden Marineschiffe in das entsprechende Gebiet weiter.

Dadurch sollen die illegalen Einwanderer gehindert werden, die europäische Küste überhaupt zu erreichen. Somit kommt es nicht zu mühevollen Asylverfahren auf europäischem Boden und im Ablehnungsfall zu den ewig langen Abschiebefristen. Eine sehr späte, aber dennoch sehr effektive Lösung – aber zu welchem Preis?

Dass das israelische Unternehmen Elbit Systems Ltd. Qualitätsprodukte herstellt, sei unbestritten. Das setzt jedoch voraus, dass eben diese Produkte kriegserprobt sein müssen. Und das sind sie, denn sie wurden schon gegen die Palästinenser in einem nicht enden wollenden Krieg eingesetzt. Wie das die EU und ihre stets so „politisch- korrekten“ Politikern mit ihrem Anspruch, die Menschenrechte hochzuhalten, vertreten will, ist hier die eine Frage. Die zweite Frage: Ist diese Beteiligung an der europäischen Grenzsicherung der erste Schritt Israels nach Europa?

[Text: A.P.; Bild: Wikipedia/I, Mirgolth; Lizenz: CC BY-SA 3.0]