Wenn Firmen oder Prominente es „wagen“ für die FPÖ Stellung zu beziehen, zieht das jedesmal eine mediale Schelte nach sich. Ist es aber umgekehrt, also rufen Betriebe oder Prominente dazu auf, dass man links wählen soll, werden diese entweder hochgelobt oder zumindest nicht gesondert erwähnt.

Gerade im Wahlkampf vor der ersten Runde der Präsidentenwahl haben einige Firmen klar gegen Norbert Hofer und die FPÖ Stellung bezogen: Hier ist zum Beispiel der Smoothie, also Fruchtsafthersteller „Innocent“ zu nennen, welcher sich auf Facebook mit einer Nazi-Anspielung („Unsere Flaschen enthalten garantiert kein braunes Fallobst. Versprochen.“) klar positioniert hat. Aber auch das Öko-Möbelhaus „Grüne Erde“ bezieht nun klar Stellung und belästigt ihre Kunden mit politischen Empfehlungen per Newsletter:

„Heute haben wir ein sehr ungewöhnliches Anliegen: Helfen Sie mit, Alexander Van der Bellen zum österreichischen Bundespräsidenten zu wählen!

Vielleicht sind Sie nun irritiert, verwundert oder gar empört. Warum geben ein Unternehmen und seine Geschäftsführer eine Wahlempfehlung ab?

(…)

Wir kennen Alexander Van der Bellen seit vielen Jahren persönlich und sind überzeugt: Er wird mit dieser Macht sorgsam umgehen, dennoch nie zögern, seine – und unsere – sozialen und ökologischen Grundwerte zu vertreten. Und er wird nicht zulassen, dass die Grundsätze unserer Demokratie sowie Menschen- und Minderheitsrechte missachtet werden.

Seine Wahl wäre auch außerhalb Österreichs ein Signal dafür, dass es in einer Zeit, in der die öffentliche Diskussion oft von Angst, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Aggressivität geprägt ist, eine Mehrheit in der Bevölkerung gibt, die – so wie wir – davon überzeugt ist: Es gibt für die Lösung aller drängenden Probleme einen demokratischen, friedlichen, sozialen und ökologischen Weg!

Reinhard Kepplinger und Kuno Haas

Die Grüne Erde-Eigentümer und Geschäftsführer Reinhard Kepplinger und Kuno Haas sind Mitglieder des Personenkomitees Van der Bellen 2016 – und unterstützen dessen Kandidatur für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten.

[Bild: Screenshot Newsletter "Grüne Erde"]