Zu einem „Selbstläufer“ wird der Krankenhausaufenthalt in Kärntner Krankenhäusern. Jeder Patient muss pro Tag seines Aufenthalts 73 Eurocent in einen eigens eingerichteten „Härtefonds“ einzahlen. Damit werden im Jahr stolze 750.000 Euro gesammelt. Mit dem Geld werden dann wiederum Patienten bedacht, die kränker aus dem Krankenhaus herauskommen, als sie hinein gegangen sind. Das als Folge, weil sich Ärzte in der Diagnose geirrt haben oder bei der Therapie Fehler gemacht wurden.

Diese sogenannten Kunstfehler gab es natürlich auch bereits vor der Gründung des „Härtefonds“. Für die in einzelnen Fällen immer wieder zugesprochenen Entschädigungszahlungen kam dann die Haftpflichtversicherung der jeweiligen Ärzte auf. Bei nicht eindeutig zuordenbaren „Verschuldensfällen“ oder bei einem kollektiven Fehlverhalten ist auch das Krankenhaus selbst zur Verantwortung gezogen worden.

Mit diesem Geld, das die Patienten nun selbst aufbringen, sollen diese Fälle, für die Krankenhausbetreiber künftig kostenfrei, abgewickelt werden.

 

[Text: W. T.; Bild: kabeg]