Michael Häupl hat nun versucht, mit dem Ausscheiden der ultralinken Stadträtin Sonja Wehsely die ärgsten Konflikte in der Wiener SPÖ zu beruhigen. Aber dennoch pfeifen es die Spatzen von den Wiener Dächern, dass das politische Ende des trinkfesten Michi nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.

Bereits das Handtuch geworfen hat sein niederösterreichischer Amtskollege Erwin Pröll. Nachdem Kritik aufgebrandet war, weil der 70-Jährige in seiner maßlosen Güte die von der öffentlichen Hand millionenschwer dotierte Privatstiftung „Akademie für den ländlichen Raum“ – was immer das auch sein mag – zu gründen gedachte, verkündete er den Rücktritt von allen Ämtern.

Damit sind die beiden Eckpfeiler der rot-schwarzen Koalition und des alten Proporzsystems offenbar vor ihrem Abschied. Folgen wird ihnen wohl ihr oberösterreichischer Kollege Josef Pühringer, der sich dieser Tage zusammen mit Pröll und Häupl vom steirischen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer mit Lodenrock und Landesorden auszeichnen ließ. Wie sagt der Volksmund so trefflich: Was haben Orden und Hämorrhoiden gemeinsam? Mit einem gewissen Alter bekommt sie jeder A…

 

[Text: A. M.; Bild: www.wien.gv.at]