Ein Bericht, den der Historiker Alfred Elste zusammen mit Landesarchivdirektor Wilhelm Wadl verfasste, schlägt hohe Wellen. In dem 900-seitigen Bericht, der vom früheren freiheitlichen Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit Weitblick in Auftrag gegeben wurde, wird die mutmaßliche Verstricklung von heute hochrangigen Slowenenvertretern, wie Matthäus Grilc, Marjan Sturm oder Valentin Inzko in Aktionen beschrieben, die vom jugoslawischen zur Destabilisierung Kärntens gesteuert wurden.

Viele heute wohlgeachtete Herrschaften arbeiteten in den 1970er-Jahren für einen fremden, den jugoslawischen Geheimdienst, begingen somit Landesverrat. Laut dem slowenischen Historiker Roman Lejlak befindet sich unter ihnen auch der SPÖ-Europaabgeordnete Eugen Freund.

Der Bogen, der heute bis auf einen Mord verjährten Straftaten, spannt sich von Schmierereien im Zuge des Ortstafelstreits bis hin zu Bombenanschlägen. Es sollten in Kärnten bürgerkriegsähnliche Zustände hervorgerufen werden, nicht zuletzt, um den Vorwand für ein Eingreifen des titokommunistischen Jugoslawiens zu liefern. Auffallenderweise ist dieses Thema für die sogenannten etablierten Medien nicht besonders wichtig.

 

A. M.

 

 

(Bild: KHD-Archiv)