Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lässt immer wieder mit neuen Vorschlägen für eine Zentralisierung der Europäischen Union aufhorchen. Das scheinen seine Landsleute nicht sonderlich zu goutieren. Denn in einer aktuellen Umfrage des renommierten Meinungsforschungsinstituts Ifop für die Europawahl im Frühjahr 2019 liegt Macrons Partei La Republique en Marche (LREM) bei gerade einmal 19 Prozent. Was die Eurokraten und Jünger der politischen Korrektheit noch mehr stört, ist, dass die Partei Rassemblement National (RN) mit 21 Prozent auf Platz 1 liegt. Der Rassemblement National hieß bis vor kurzem Front National und wird von Marine Le Pen geleitet.

Zudem zeigen die Daten des Meinungsforschungsinstituts, dass sich die Patrioten im Aufwind befinden: Sie verweisen mit vier Prozent die bei Weitem stärksten Zuwächse, während sich LREM mit minus ein Prozent im Abwind befindet. Damit hat die Partei von Marine Le Pen seht gute Chancen, im kommenden Frühling wie schon bei der EU-Wahl 2014 stärkste Kraft in Frankreich zu werden. Damals machte jeder vierte Franzose sein Kreuz beim Front National.

Anscheinend wollen die Franzosen dem früheren Rothschild-Banker Macron kein weiteres Mal auf den Leim gehen. Marine Le Pen hat die Einwanderungspolitik des Präsidenten mehrmals scharf kritisiert. So sagte sie, „es gibt kein Geld für die Franzosen, aber für die Einwanderung ist genügend Geld vorhanden“. Und im Gegensatz zu Macron tritt sie für ein Europa der Vaterländer ein: „Die Europäische Union ist nicht Europa, sie ist nicht das Europa, das wir wollen“.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Jérémy-Günther-Heinz Jähnick; Lizenz: gemeinfrei]