Nach den Regionalwahlen in Italien zeichnet sich eine neue Konstellation im Bereich der Rechts- und Mitte-rechts-Parteien ab. Während bislang Berlusconi und seine Forza Italia dominierten, scheint es nun so, als könnte sich die Lega Nord unter ihrem neuen Chef Matteo Salvini in die Führungsposition schieben. Abgesehen von Ligurien konnte die Lega Nord in allen anderen italienischen Regionen stärker punkten als die Forza Italia.

Während die Lega früher als rein norditalienische Partei galt und ihr Ziel die Schaffung eines unabhängigen Padaniens war, will sie sich nun offenbar als nationale gesamtitalienische Partei positionieren. Und die Umfragen geben Salvini recht, der landesweit bereits auf mehr als zwölf Prozent kommen kann, wobei die Lega Nord in Oberitalien großteils sogar Mehrheitspartei ist.

Der 42-jährige Spross einer gutbürgerlichen Mailänder Familie gefällt sich in der Rolle des politischen Enfant terribles und will die Lega offenbar nach dem Vorbild des französischen Front National zur stärksten Kraft im rechten und bürgerlichen Lager machen.

 

A. M.

 

 

(Bild: Niccolo Caranti/wikimedia.org)