Klare Worte zu Papst Franziskus, der in Sachen Flüchtlingspolitik einer Meinung mit der deutschen Bundeskanzlerin und Pastorentochter Angela Merkel ist, hat die Lega Nord. Bei einer Großveranstaltung am vergangenen Wochenende in der lombardischen Stadt Pontida verkaufte die Jugendorganisation der rechtsdemokratischen Partei, der „Movimento Giovani Padania“ T-Shirts mit dem Bild eines besorgt dreinschauenden Franziskus, versehen mit der Aufschrift: „Mein Papst ist Benedikt“.

Der Vorsitzende der Parteijugend, Andrea Crippa, erklärte gegenüber der Zeitung „Libero“, Franziskus verteidige nicht die abendländische Kultur und die Freiheit. Jorge Mario Bergoglio, so der bürgerliche Name des aus Argentinien stammenden Papstes, hat in der Vergangenheit wiederholt zur Aufnahme sogenannter Flüchtlinge, egal, ob es sich um verfolgte Christen oder um islamische Einwanderer handelt, aufgerufen.

Eindeutige Worte findet auch Lega Nord-Chef Matteo Salvini: „Papst Benedikt XVI. hatte klare Ideen zum Thema Islam.“ Dabei bezog sich Salvini auf die von Benedikt XVI. am 12. September 2006, dem 223. Jahrestag des Endes der Zweiten Wiener Türkenbelagerung, gehaltene Regensburger Rede. Darin zitierte der Papst in Bezug auf das Verhältnis des Islam zur Gewalt den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos: „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.“ Im Gefolge der Regensburger Rede kam es in zahlreichen islamischen Ländern zu Ausschreitungen fanatisierter Mohammedaner.

Salvini kritisierte in der Vergangenheit wiederholt Priester und Bischöfe, die aus falsch verstandener Toleranz heraus als Zeichen der Verbundenheit zu einem angeblich gemäßigten Islam Imame in ihre Kirchen eingeladen hatten: „Ich mag nicht diejenigen, die Kirchen für Imame öffnen.“

 

[Text: B. T.; Bild: Lega Nord]