Er gilt auch heute noch als Ikone der Klagenfurter Stadtpolitik.

Leopold Guggenberger, Guggi, wie ihn die Klagenfurter liebevoll nannten, war nach Mandaten im Nationalrat und Kärntner Landtag 1973 zum Bürgermeister von Klagenfurt gewählt worden. Es war dies mit Unterstützung der FPÖ erfolgt, die ihrerseits mit ÖVP-Unterstützung Alexander Götz zum Bürgermeister von Graz durchbrachte.

Guggi gewann die folgenden Direktwahlen souverän und blieb bis 1997, als er zur neuerlichen Wahl nicht mehr antrat, Bürgermeister.

Guggenberger folgte stets seiner lauteren Gesinnung und ließ sich vom Tugendterror der Grünen und Linken nicht beeindrucken. So hatte er auch als Klagenfurter Bürgermeister keine Probleme, Kontakt zu dem, im italienischen Gaeta einsitzenden Kriegsgefangenen, Major Reder zu halten.

Mit Leopold Guggenberger verliert die Republik eine jener seltenen Politikerpersönlichkeiten, denen einzig und allein die Sache, der sie dienten, ein Anliegen war und nicht persönliche oder Parteiinteressen.

Die Zur Zeit wird Guggi stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

 

[Text: W. T.; Bild: Frank Vincentz/wikimedia.org]