Genau 42 Jahre ist es her, dass die ÖVP mit den Freiheitlichen einen historischen kommunalpolitischen „Deal“ verabredete. Damals wurde in Graz mit den Stimmen der ÖVP Alexander Götz der erste freiheitliche Bürgermeister einer Landeshauptstadt, und Leopold Guggenberger wurde ÖVP-Bürgermeister von Klagenfurt. Graz ging bekanntlich nach dem Ende der Ära Götz für die FPÖ verloren.

In Klagenfurt gelang es, nach den populären schwarzen Bürgermeistern Guggenberger und Scheucher in der Haider-Gedächtniswahl von 2009 einen freiheitlichen Bürgermeister, nämlich Christian Scheider, zu installieren. Damals hatte er gegen die Sozialistin Mathiaschitz in der Stichwahl überlegen gewonnen, gestern verlor er diese relativ knapp (47:53 Prozent).

Damit hat die FPÖ keinen Bürgermeister mehr in einer freiheitlichen Landeshauptstadt. Ob in Zukunft vielleicht wieder in Graz, wo der blaue Hoffnungsträger Mario Eustacchio Stadtrat ist, eine Wiederholung des historischen „Deals“ möglich sein wird, bleibt abzuwarten.

 

A. M.

 

 

(Bild: Zacke82/wikimedia.org