Die Proteste von Vertretern der Willkommenskultur und von Migrationsbefürwortern gegen das Vorgehen des italienischen Versorgungsschiffes Asso 28, welches über 100 Migranten zurück in den Hafen von Tripolis gebracht hat, zeigen, dass dies künftig die Strategie Europas sein muss. Wenn NGOs und Gutmenschen behaupten, dass dies ein Verstoß gegen das Völkerrecht und das internationale Seerecht sei, dann übersehen diese, dass das bisherige Vorgehen, illegale Einwanderer, die sich selbst in Seenot bringen, nur dem Geschäft der kriminellen internationalen Schlepperbanden dient.

Werden hingegen die illegalen Migranten, wie von der „Asso 28“ durchgeführt, unverzüglich zum Ausgangspunkt an der nordafrikanischen Küste zurückgebracht, wird den Schleppern der Boden unter den Füßen weggezogen. Denn welcher illegale Einwanderer, der nach Europa will, wird künftig ihre Dienste in Anspruch nehmen, wenn er genau weiß, dass er nach Libyen zurückgebracht wird.

Und was mögliche Unklarheiten des Vorgehens des italienischen Versorgungsschiffes, das in libyschen Diensten steht, mit dem Völkerrecht betrifft, so muss die Staatengemeinschaft Anpassungen vornehmen. Die von Experten vorgeschlagenen Aufnahmezentren außerhalb Europas und damit auch in Libyen wären ein wichtiger Punkt. Dort könnten die Migranten der Genfer Konvention entsprechend ihren Asylantrag stellen und die Dauer des Verfahrens abwarten, wobei davon auszugehen ist, dass wohl 90 Prozent der Anträge wegen des Fehlens der Voraussetzungen für Asylgewährung abgewiesen werden.

Zudem wäre es wünschenswert, dass sich das Vorgehen der „Asso 28“ generell durchsetzt. Nicht nur, weil damit ein wichtiger Beitrag zum Kampf gegen die illegale Masseneinwanderung nach Europa geleistet würde, sondern weil auch das Ertrinken vieler Migranten im Mittelmeer verhindert werden könnte.

[Text: A.M.; Bild: Wikipedia.org/Abdul-Jawad Elhusuni; Lizenz: CC BY-SA 3.0]