Dem Vernehmen nach sollen in Libyen eine Millionen Afrikaner auf eine günstige Gelegenheit für die Überfahrt nach Europa. Es stellt sich die Frage, woher diese das Geld haben, zumal Berichten zufolge internationale Schlepperbanden mehrere Tausend Dollar bzw. Euro verlangen. Aber das ist nicht das einzige Problem: Vielmehr hat sich die verfehlte Politik der EU bzw. ihrer Mitgliedstaaten geradezu als Einladung für Afrikaner erwiesen, doch endlich nach Europa zu kommen. Italien soll jedem der sogenannten „Flüchtlinge“ 1.300 Euro zahlen – wohl, damit sich diese möglichst schnell nach Norden, nach Österreich oder in die Bundesrepublik Deutschland, aufmachen.

Um dem Problem Herr zu werden, braucht es neue Wege: So müssten etwa die internationalen Schlepperbanden durch eine internationale Mission bekämpft werden, wie es etwa beim Kampf gegen das Piratenunwesen vor dem Horn von Afrika der Fall ist. Ebenso müssten in Nordafrika Auffanglager errichtet werden. Aufgrund der chaotischen scheidet Libyen aus, was aber auch zeigt, wie kurzsichtig die mit US-Unterstützung durchgeführte französisch-britische Militäraktion war, die vor vier Jahren zum Sturz Gaddafis führte. Aber in den Nachbarstaaten Libyens könnten Auffanglager errichtet werden, von wo aus die Repatriierung der potenziellen illegalen Einwanderer zu erfolgen hätte.

 

A. M.

 

 

(Bild: Noborder Network/Flickr)